Freie DA-Themen


Prüfung eines neuen haptisch-visuellen Testsystems

 

Zur neuropsychologische Prüfung haptischer Wahrnehmungsleistungen werden bislang Verfahren und Testbatterien genutzt, bei denen die visuelle Umweltwahrnehmung explizit eingeschränkt wird. Dabei wird entweder die visuelle Wahrnehmung der Probanden durch Augenbinden bzw. Schließen der Augen oder durch technisch verdeckte Stimuli vollständig eingeschränkt. Durch diese Form der Wahrnehmungseinschränkung werden an sich neue Wahrnehmungsbedingungen für die Probanden geschaffen, welche u.U. unkontrollierbare Einflüsse auf den haptischen Wahrnehmungsprozess ausüben können. Vor diesem Hintergrund haben wir eine haptische Anforderungssituation entwickelt bei der die Probanden erhabene Reliefstrukturen mit abstrakten Symbolen durch haptische Exploration erkennen müssen. Die Reliefstrukturen sind jedoch durch eine lichtundurchlässige mehrschichtige Trennschicht (Dicke ca. 281µm) verdeckt. Minimale Verformungen der Trennschicht beim Berühren derselben erlauben es, die Reliefsstruktur haptisch zu erfassen. Die Verformungen der Trennschicht während der haptischen Stimulusexploration führen nicht zu einem visuell verwertbaren Eindruck der Reliefstruktur; die Probanden können somit während der Exploration sowohl ihre Hände als auch das Stimulus-Pad betrachten. Insgesamt wurden den Probanden in den Vorstudien 36 Stimuli (haptic pads) vorgelegt und die gesamte Anzahl aller Stimuli lag während der haptischen Exploration als visuelle Information vor dem Probanden. Durch visuell-haptischen Vergleich sollen die Probanden angeben, um welchen Stimulus es sich jeweils handelt. Hier ein kurzes Anwendungsbeispiel aus den Vorstudien.

 



Im Rahmen von Vorstudien wurden an gesunden Probanden insgesamt 36 haptische Stimuli hinsichtlich Erkennungszeit und Fehlerrate untersucht. Ausgehend von diesem Material wurden 2 Testversionen (A, B-Variante) zu je 16 haptic pads zusammengestellt. Im Rahmen der ausgeschriebenen Diplomarbeiten sollen nun folgende Untersuchungen/ Fragestellungen pro DA  durchgeführt bzw. bearbeitet werden.

1) Erfassung von Normdaten der Testvariante A und B, hinsichtlich Erkennungszeit und Fehlerrate in den Altersbereichen: 7-9 Jahre, 10-12 Jahre, 13-15 Jahre, 16-18 Jahre, 19-21 Jahre, 22-24 Jahre, 25-27 Jahre, 28-30 Jahre je 5m/5w.

2) Untersuchung des Testsets an psychiatrisch-neurologischen Patientengruppen verschiedener Altersklassen (erworbene Hirnschädigung, leichte Kognitive Störungen im Alter, Depression, ADHS, Essstörungen).

3) Trainingseffekte bei manuellen Therapeuten und Physiotherapeuten/ Osteopaten         

Für diese Untersuchungen werden haptic pads genutzt, deren Trennschicht jeweils hinsichtlich der Stärke verschieden ist, so daß eine differenzierte Erkennungsschwierigkeit bei gleichbleibender Reliefstruktur gewährleistet wird. Ziel der Untersuchung ist es neben der Erfassung von Basisleistungen Leistungsverbesserungen der haptischen Wahrnehmung durch Übungsprozesse in diesen spezifischen Berufsgruppen zu prüfen.

 

Falls Sie sich für eines dieser Themen interessieren, melden Sie sich bitte bei PD Dr. Martin Grunwald (mgrun@medizin.uni-leipzig.de; Tel.: 0341 97 24 502).

Leipzig, den 28 Juni 2010

Themen wurden bisher vergeben an: Stephanie Habermann (BA, Uni Leipzig, Psychologie, BA Abschluß Okt. 2010); cand. Psych. Stephanie Müller (Psychologie, Uni Jena, Beginn Oktober 2010, Diplom); Dipl. Psych. Janette Dudda (Dissertation, Beginn Oktober 2010).

 

Freie Themen sind noch offen für BA und Master Psychologie.


 

Informationsverarbeitung haptisch differenzierbarer Stimuli bei einzelligen Lebewesen (amoeba proteus)

 

Alles, was sich bewegt, tastet in der Regel auch. Die Wissenschaft vom Tastsinn (Haptik) untersucht solche haptischen Wahrnehmungsprozesse bei Menschen und auch bei Tieren. Da die haptischen Wahrnehmungsprozesse beim Menschen schon hinreichend kompliziert sind, untersuchen wir seit Anfang des Jahres das haptische Explorationsverhalten von Einzellern. Als Modell nutzen wir amoeba proteus (Amöbe = ca. 200µm) und konfrontieren dieses Lebewesen systematisch mit verschieden rauen Oberflächenstrukturen. Die Untersuchungen erfolgen mit hochauflösenden Mikroskopen und Videosystemen – nachgeordnet erfolgt die Auswertung mit Bildverarbeitungsprogrammen und Tracking-Software.      

Die Experimente sind noch in der Aufbauphase; vieles muß noch ausprobiert und erkundet werden. Aber die Ästhetik dieser Lebewesen ist faszinierend und die Reaktionen auf die Stimuli – ohne eine einzige Nervenzelle - sind einfach nur erstaunlich. Wir sind also am Anfang mit diesen Forschungsfragen und das entferntere Ziel sind Konditionierungsexperimente und ein besseres Verständnis der Informationsverarbeitungsprozesse bei einzelligen Lebewesen.

Wer sich für diese Form der Fragestellung und für die Arbeit am und mit dem Mikroskop interessiert ist in unserem Labor herzlich willkommen. Der Arbeitsbereich hat eine flache aber direkte Struktur; eigene Ideen und Kreativität werden produktiv aufgefangen. Ergebnis- und Zieldruck besteht nur im Rahmen des nötigen. Sie sollten Neugierde, Interesse und Geduld mitbringen – ruhige Hände und eine suchende Grundeinstellung mit Interesse an biologischen Fragen  bei der Bearbeitung der Fragestellungen. Technik und strukturelle Ressourcen stehen Ihnen zur Verfügung.

-------Dieses Thema ist eher für Biologiestudenten geeignet, als für Psychologiestudenten.------

Bei Interesse rufen Sie an oder schreiben eine E-Mail, so dass wir einen Termin vereinbaren können (PD Dr. Martin Grunwald).  

 

Datum der Ausschreibung: 08.09.2009

 

Kontakt: PD Dr. Martin Grunwald, Universität Leipzig, Haptik-Forschungslabor am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung, Johannisallee 34, 04103 Leipzig. E-Mail: mgrun@medizin.uni-leipzig.de

 

Diplomarbeiten zur Online-Beratung des ab-server

Vorarbeiten:

Die Online-Beratung des ab-server ist ein Angebot, das Ratsuchenden mit Essstörungen, deren Angehörigen bzw. FreundInnen bei Bedarf anonyme Hilfe durch spezialisierte PsychotherapeutInnen anbietet. Die Qualitätskriterien und Zielstellungen der Online-Beratung werden durch spezifische Richtlinien umgesetzt.

Die Online-Beratung wird durch die Universität Leipzig kontinuierlich wissenschaftlich begleitet und evaluiert. So werden Online-Befragungen zu den Wirkungen und Effekten der Online-Beratung, sowie Inhaltsanalysen der Anfrage- und Antworttexte durchgeführt. In den Inhaltsanalysen der Anfragetexte wurde ein Kategoriensystem entwickelt, das Informationen zu den Ratsuchenden, dem berichteten Krankheitsbild und zum Grund der Anfrage berücksichtigt. Dieses Kategoriensystem wird in einer Diplomarbeit an aktuellen Datensätzen überprüft und weiter ausdifferenziert. Parallel dazu wird in einer weiteren Diplomarbeit erstmals ein Kategoriensystem der Antworttexte der Online-BeraterInnen erstellt.

 

Thema und Zielstellung der Diplomarbeit:

 

In einer künftigen Diplomarbeit sollen die Datensätze und die Ergebnisse dieser beiden Diplomarbeiten weitergehend untersucht werden. Die Anfrage- und Antworttexte, die bisher getrennt ausgewertet worden sind, sollen in einem zweiten Schritt miteinander verbunden werden. Mithilfe gemeinsamer Daten werden die zueinander gehörenden Anfrage-Antwort-Paare gebildet. Diese Paarung erlaubt nun weitergehende Untersuchungen darüber, bei welcher Art Anfragen welche Interventionen durch die Online-BeraterInnen erfolgt sind. Aus dieser zentralen Zielstellung lassen sich eine Reihe spezifischer Fragestellungen für die Diplomarbeit ableiten, z.B.:

-          (Wie) unterscheiden sich die Interventionen bei unterschiedlichen Krankheitsbildern?

-          (Wie) unterscheiden sich die Interventionen bei unterschiedlichen Anfragegründen?

-          Spielt der emotionale Gehalt der Anfrage bei der Formulierung der Beraterantwort eine Rolle?

-          Hat die Länge der Anfragen einen Einfluss auf Umfang und Inhalt der Beraterantwort?

Methodik:

Zu der beschriebenen Fragestellung sollen deskriptive und inferenzstatistische Analysen durchgeführt werden. SPSS-Kenntnisse sind daher notwendig. Die Daten zu den Kategorien der Texanfragen stehen zum Teil bereits in einer SPSS-Datei zur Verfügung und müssten ggf. angepasst werden. Die Daten zu den Kategorien der Beraterantworten müssen eingegeben werden. Da die Kategoriensysteme mit dem Programm MAXQDA erstellt worden sind, wird eine Einarbeitung in diese Software empfohlen. Die Einarbeitung kann beim Projektteam erfolgen, das auch die Software bereitstellt.

 

Literatur:

Grunwald, M. & Busse, J.C. (2002). Online-Beratung bei Essstörungen. Chancen für eine bessere Versorgung. Deutsches Ärzteblatt/ Praxis Computer 2, 25-27.

Grunwald, M. & Wesemann, D. (2006a). Onlineberatung bei Essstörungen: Analysen zu Nutzergruppen und Inhalten. Psychiatrische Praxis, 33, 117-123.

Grunwald, M., Wesemann, D. & Krause, K. (2006). Online-Beratung für Patienten mit Essstörungen: Erfahrungen und Ergebnisse. In: D. Schaeffer & S. Schmidt-Kaehler, Patientenberatung. Bern: Huber.

Diese und weitere Veröffentlichungen des Forschungsteams sind auf der Webseite http://www.haptik-labor.de verfügbar.

 

Datum der Ausschreibung: 08.09.2009/ vergeben: C. Becher (Uni Jena)

 

Kontakt: PD Dr. Martin Grunwald, Universität Leipzig, Haptik-Forschungslabor am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung, Johannisallee 34, 04103 Leipzig. E-Mail: mgrun@medizin.uni-leipzig.de

 

 

Historische Themenanalyse hinsichtlich der Tastsinnesforschung innerhalb der psychologischen und physiologischen Lehrbücher in deutscher Sprache Anfang des 19. Jahrhunderts bis zu Beginn des Zweiten Weltkrieges.

 

Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, systematisch und möglichst vollumfänglich zu analysieren, in welchem Umfang und mit welchen Inhalten in der psychologischen und der physiologischen    Lehrbuchliteratur Aspekte der Tastsinnesforschung dargestellt wurden. Voraussetzung für die Bewältigung dieser Aufgabe ist ein historisches Interesse an psychologischen und psychophysiologischen Fragestellungen und die Bereitschaft für ein intensives Literaturstudium. Eine selbständige und zielorientierte Arbeitsweise wird vorausgesetzt. Wir unterstützen die Bearbeitung des Themas mit direkter Betreuung und ggf. kann auch ein PC-Arbeitsplatz vor Ort zur Verfügung gestellt werden. Die technischen und materiellen Ressourcen des Haptik-Labors können selbstverständlich genutzt werden.

Datum der Ausschreibung: 12.02.2009

Kontakt: PD Dr. Martin Grunwald, Universität Leipzig, Haptik-Forschungslabor am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung, Johannisallee 34, 04103 Leipzig. E-Mail: mgrun@medizin.uni-leipzig.de

 

Messung der Veränderungsdynamik der nicht beanspruchten Papillarrille des Menschen

Die Hautoberfläche der Fingerkuppen unterliegt ähnlichen strukturellen Veränderungen über die Zeit, wie anderen Hautbereichen des Körpers. Ziel der Arbeit ist die Etablierung einer kontaktfreien Meßmethode zur exakten Bestimmung von zeitlichen Veränderungen an der humanen Papillarrille. Ein optisches Meßverfahren steht bereits zur Verfügung. Zu prüfen sind meßtechnische Fehlerbereiche (Puls- und Bewegungskorrektur) und in Relation zu weiteren Verfahren sind  Genauigkeitsdifferenzen zu bestimmen. Der/die Bearbeiter/in betritt mit diesem Thema in gewisser Weise Neuland, da die bestehenden Meßverfahren nicht hinreichend genau sind. Vor diesem Hintergrund erfordert das Thema hinreichende Neugier, Kreativität und Unbefangenheit im Hinblick auf die Prüfung verschiedener bio-physikalischer Meßverfahren. Da wir Zeiteffekte erfaßen wollen, ist eine hinreichende Ausstattung mit der Eigenschaft „Geduld“ erforderlich. Interesse an physikalisch-biologischen Meßverfahren ist Voraussetzung. Eine finanzielle Unterstützung der Arbeit kann leider nicht gewährt werden. Dafür jedoch eine direkte Betreuung und eine gute Einbindung in das Team des Haptik-Labors. Die zur Bearbeitung notwendigen Ressourcen werden bereitgestellt         

Datum der Ausschreibung: 09.01.2009

Kontakt: PD Dr. Martin Grunwald, Universität Leipzig, Haptik-Forschungslabor am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung, Johannisallee 34, 04103 Leipzig. E-Mail: mgrun@medizin.uni-leipzig.de

 

Psychophysiologische und physikalische Charakteristik haptischer Eigenschaften von Zellulose- und Faseroberflächen. 

Im Rahmen eines Industrieprojektes soll eine detaillierte Literaturrecherche zum Themenbereich erarbeitet werden. Die Literatur wird ca. hälftig deutsch/ englisch sein. Im zweiten Teil soll ein bestehender Testaufbau zur elektrophysiologischen Prüfung (spektrale EEG Parameter) von haptischen Eigenschaftsdimensionen auf seine Tauglichkeit hin an wenigen Probanden (n=10) geprüft werden.

Beide Teile der Diplomarbeit sind hinreichend anspruchsvoll, so daß eine ausreichende Ausgangsmotivation grundsätzlich vorhanden sein sollte. Ebenso ist von Vorteil, wenn Kenntnisse im Bereich der Elektrophysiologie – vorzugsweise EEG – und experimenteller psychologischer Methoden vorliegen. Sehr gute bis hinreichende Statistikkenntnisse sind erforderlich. Die Arbeit bietet ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit, Kreativität und Selbständigkeit (Versuchsplanung-, durchführung, - auswertung). Technisch orientierte Bastler (und Bastlerinnen) können sich bei diesem Projekt durchaus bewähren. Ein Vor-Ort-Arbeitsplatz wird gestellt. U.U. ist eine geringe Vergütung möglich – je nach Mittelzuwendung. Die technischen und materiellen Ressourcen des Haptik-Labors können selbstverständlich genutzt werden.

Datum der Ausschreibung: 09.01.2009; vergeben August 2009/ Juliane Beyer 

Kontakt: PD Dr. Martin Grunwald, Universität Leipzig, Haptik-Forschungslabor am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung, Johannisallee 34, 04103 Leipzig. E-Mail: mgrun@medizin.uni-leipzig.de

 

Wilhelm Wundt und sein Einfluß auf die Fortführung der philosophisch geprägten Sinneshierarchie innerhalb der experimentellen, physiologischen Psychologie. 

Hintergrund: Mit Ernst H. Weber (1834) beginnt die wissenschaftliche Analyse der physiologisch-anatomisch orientierten Tastsinnesforschung. Mit starkem Interesse widmete man sich sowohl auf physiologischer als auch auf psychologischer Seite der weiteren Erforschung dieses Sinnessystems, ohne die in der Philosophie dominierende Auffassung eines „niederen“ oder „höheren“ Sinns innerhalb einer sogenannten Sinneshierarchie zu beachten. Mit Ausgang des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jh. Zeigen sich Hinweise, daß die wissenschaftlichen Untersuchungen zur Haptik (Lehre vom Tastsinn) nur noch von wenigen Forschern unternommen werden und diese (s. Katz 1925) über die geringe Stellung des Fachgebietes innerhalb der Psychologie klagen. Ziel der Arbeit soll es sein, den Einfluß von W. Wundt auf die Generierung von Forschungsthemen und Forschungsschwerpunkten zu analysieren. Insbesondere sollen die Texte von W. Wundt daraufhin untersucht werden, ob und in welcher Weise er implizit oder explizit der philosophisch dominierten Diskussion um die „Hierarchisierung der Sinne“ folgt und welchen Einfluß dies auf Themen- und Fragestellungen des Leipziger Instituts hatte. In diesem Zusammenhang wäre es wünschenswert aufzuklären, weshalb nur wenige Wundt-Schüler im Bereich der Haptik (z.B. Edward B. Tichener) wissenschaftlich tätig waren.    

Voraussetzung für die Bewältigung dieser Aufgabe ist ein historisches Interesse an psychologischen und psychophysiologischen Fragestellungen und die Bereitschaft für ein intensives Literaturstudium. Eine selbständige und zielorientierte Arbeitsweise wird vorausgesetzt. Wir unterstützen die Bearbeitung des Themas mit direkter Betreuung und ggf. kann auch ein PC-Arbeitsplatz vor Ort zur Verfügung gestellt werden. Die technischen und materiellen Ressourcen des Haptik-Labors können selbstverständlich genutzt werden.

Datum der Ausschreibung: 1.12.2008

Kontakt: PD Dr. Martin Grunwald, Universität Leipzig, Haptik-Forschungslabor am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung, Johannisallee 34, 04103 Leipzig. E-Mail: mgrun@medizin.uni-leipzig.de

 

 

Online-Beratung bei Essstörungen: Analyse zu Nutzergruppen und Anfrageinhalten der Online-Anfragen von Betroffenen und Angehörigen

Qualitative Inhaltsanalyse schriftsprachlicher Eigenschaften von E-Mail-Anfragen von Betroffenen und Angehörigen an das Beratungsteam der Online-Beratung des ab-server. Hierzu auch quantitative Analysen der Online-Anfragen mit Bezug zur Ersterhebung (Grunwald& Wesemann 2006). Der zu analysierende Datensatz von E-Mail-Anfragen ist umfangreich (n=1095) und steht digital zur Verfügung. Die qualitative Analyse erfolgt nach Einarbeitung mit der Software MAXQDA; die quantitative Analyse mittels SPSS. Die vorzunehmenden Analysen sind Bestanteil der Berichterstattung gegenüber dem Projektförderer und insofern erwarten wir ein hohes Maß an Gewissenhaftigkeit und Engagement durch den/die Diplomanden/in. Auf bestehende Vorarbeiten an aufgebaut werden.   Voraussetzung für die Bewältigung dieser Aufgabe ist ein Interesse an qualitativer Textanalyse im Kontext der psychischen Störungen. Eine selbständige und zielorientierte Arbeitsweise wird vorausgesetzt. Wir unterstützen die Bearbeitung des Themas mit direkter Betreuung und (Dr. Dorette Wesemann) auch ein PC-Arbeitsplatz vor Ort kann zur Verfügung gestellt werden. Die technischen und materiellen Ressourcen des Haptik-Labors können selbstverständlich genutzt werden. Datum der Ausschreibung: 23.08.2008

Vergeben an: cand. Psych. Christine Kündiger, Inst. F. Psychologie, Univ. Leipzig 

Kontakt: PD Dr. Martin Grunwald, Dr. Dipl. Psych. Dorette Wesemann Universität Leipzig, Haptik-Forschungslabor am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung, Johannisallee 34, 04103 Leipzig. E-Mail: mgrun@medizin.uni-leipzig.de; dorette.wesemann@medizin.uni-leipzig.de

 

Qualitative Analyse von Antworttexten der der Online-Berater des ab-server

 

Ziel der Arbeit ist die qualitative Analyse von Antworttexten, die die Online-Berater des ab-server erstellten. Da unterschiedliche Beraterinnen die Online-Anfragen bearbeiten ist es von Bedeutung, individuelle Unterschiede der Antworttexte systematisch zu erfassen und ggf. auf differenzierte Wirkungsaspekte hin zu untersuchen. Mittels qualitativer Methoden sollen die vorhandenen Antworttexte strukturiert und kategorisiert werden. Auf Vorläuferstudien der Arbeitsgruppe kann zurückgegriffen werden. Quantitative Aspekte der Texte sollen ebenfalls untersucht werden. Voraussetzung für die Bewältigung dieser Aufgabe ist ein Interesse an qualitativer Textanalyse im Kontext der psychischen Störungen. Eine selbständige und zielorientierte Arbeitsweise wird vorausgesetzt. Wir unterstützen die Bearbeitung des Themas mit direkter Betreuung und (Dr. Dorette Wesemann) auch ein PC-Arbeitsplatz vor Ort kann zur Verfügung gestellt werden. Die technischen und materiellen Ressourcen des Haptik-Labors können selbstverständlich genutzt werden.

 

Datum der Ausschreibung: 23.08.2008

 

Vergeben an: cand. Psych. Susanne Fritsch, Inst. F. Psychologie, Univ. Leipzig